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Was ist ein Profil?

Ein ICC-Profil (synonymer Begriff: Farbprofil) ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc. beschreibt (Definition: Wickipedia).

Warum profilieren?

Digitale Ein- und Ausgabegeräte wie Scanner, Monitore, Drucker usw. haben unterschiedliche Eigenschaften in der Darstellung von Helligkeit bzw. Farbe. Um über den gesamten digitalen Workflow konstante und stringente Farbergebnisse zu erzielen, ist es notwendig, alle im Prozess beteiligten Geräte aufeinander abzustimmen. Hierzu benötigt man die entsprechenden Beschreibungen in Form von Datensätzen. Solche Datensätze sind in den ICC-Profilen enthalten. Diese Beschreibungen können, je nach eingesetzten Aus- oder Eingabegeräten, miteinander kombiniert werden. Bei der Profilumrechnung werden also alle relevanten Helligkeits- bzw. Farbparameter aufeinander abgestimmt, so dass z. B. die Darstellung am Monitor der Ausgabe am Drucker möglichst nahe kommt.
Für die meisten User-Anwendungen ist es ausreichend, die Druckdaten im Arbeitsfarbraum (sRGB) anzulegen. Wenn es um professionelle Farbtreue bei Druckern gehen soll ist Color-Management jedoch unverzichtbar. Beautyfotos, anspruchsvolle Aktfotos, Produktfotos mit Farbvorgaben usw., die gedruckt werden sollen, sind allein mit dem Arbeitsfarbraum nicht zu beherrschen.
Um in diesen Fällen ein professionelles Ergebnis zu erzielen, ist das Umrechnen der Dateibeschreibung auf das Ausgabemedium unverzichtbar.

Hier kommen die ICC-Profile zum Einsatz.

Für jedes Ausgabegerät (Drucker) und jedes Papier muss ein entsprechendes Profil erstellt werden.
Das Bild, das ausgegeben werden soll, muss nun auf dieses Profil umgerechnet werden.
Wir stellen Ihnen dieses Profil für alle unsere Drucker-Papier-Kombinationen zur Verfügung.
Sie müssen diese nur noch in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm einbinden und jedes Bild entsprechend der vorgesehenen Ausgabe umrechnen.

Grundsätzlich profilieren wir alle Dateien, die bei uns gedruckt (nicht belichtet) werden. D. h., Sie müssen die Bilder nicht profiliert liefern, da wir das für Sie vor dem Druck erledigen. Es kann dennoch sinnvoll sein, das Bild vorab zu profilieren. Farben, die das Ausgabegerät oder Material nicht darstellen kann, machen sich insofern nach dem Profilieren bemerkbar, dass das Bild am Monitor sich entsprechend ändert.

Hier können Sie unsere Druckprofile herunterladen:

Profil für Profi-Poster in glanz.

Profil für Profi-Poster in matt.

Profil für Profi-Poster in silk.

Profil für Keilrahmen.

Um ein weitgehendes Missverständis auszuräumen:
Profile sind nicht dazu geeignet, Fehler in der Darstellung von "nicht-kalibrierten" Monitoren auszugleichen. Ist ein Monitor nicht korrekt eingestellt, dann ist die Wiedergabe - profiliert sowie unprofiliert – ebenfalls nicht korrekt.

Wann soll nicht profiliert werden?

Das Profilieren von Bildern für die Belichtung - im Gegensatz zu Bildern für den Druck - ist nicht sinnvoll.
Die Profile, die bei der Ausmessung der Kalibriervorlagen entstehen, sind in der Regel nicht so stark differenziert, wie die in den Belichtungsmaschinen eingebauten Algorithmen zur Konvertierung der sRGB-Daten in belichtungsfähige Dateien.

Wie geht das?

Herunterladen eines Profils

Bei den unterschiedlichen Bildbearbeitungsprogrammen weicht die Vorgehensweise naturgemäß voneinander ab. Das Prinzip ist jedoch immer dasselbe.

Wir haben für unser Beispiel Photoshop (Adobe) ausgewählt, weil es das meistverbreitete Bearbeitungsprogramm ist.

Laden Sie unser Profil auf Ihren Rechner in dem Sie auf den Profilnamen klicken.

Legen Sie das geladene Profil unter „Programme“ - „Gemeinsame Dokumente“ - „Adobe“ -„Color“ in den Ordner „Profile“ ab (siehe Abb.).

Für Mac-User: „MacHD“-„Systemordner“ –„Application Support“ –„Adobe“ –„Color“ –„Profiles“

In ein Profil konvertieren

Nachdem Sie nun das Profil herunter geladen und richtig abgelegt haben, verfahren Sie wie folgt:

Bild mit der Bildbearbeitungssoftware öffnen. Anschließend im Menüpunkt „Bild“ -„Modus“ die Option „in Profil konvertieren“ auswählen (Achtung! nicht „Profil zuweisen“!).

Das Dialogfeld „in Profil konvertieren“ öffnet sich. Hier das zuvor abgelegte Profil im Zielfarbraum auswählen.

Jetzt muss das Bild nur noch gespeichert werden.

Ein profiliertes Bild können Sie daran erkennen, dass in der Namensleiste der Datei (oberstes blaues Feld im Photoshop, wo bei geöffneter Datei der Name und Farbraum angezeigt wird) hinter dem Dateinamen ein *- Zeichen auftaucht.

Ein kleiner Tipp noch: Profilieren Sie Ihre Bilder erst wenn sämtliche Korrekturen in Farbe, Helligkeit usw. abgeschlossen sind, am Besten unmittelbar vor der Ausgabe. Damit erzielen Sie die zuverlässigsten Ergebnisse.